Zahnlexikon - W

Weisheitszahn
Als Weisheitszähne werden die dritten Molaren (große Backenzähne) oder 8-er bezeichnet. Sie sind eigentlich ganz normale Backenzähne, oft haben sie jedoch keinen ausreichenden Platz zum Durchbruch, da unsere Kiefer im Verhältnis zum genetisch vorgesehenen Zahnmaterial aufgrund fehlender Wachstumsreize durch nicht rohe, nicht zähe und nicht harte Speisen, die wir heutzutage verzehren, oft viel zu klein sind. Ein solcher nicht richtig durchgebrochener Zahn ist in vielen Fällen Ursache für eitrige Entzündungen („dicke Backe“), Knocheninfektionen (Osteomyelitis) und schlecht sitzende Prothesen im höheren Alter, Karies und Parodontitis am benachbarten 7-er (bei teilweise oder schief durchgebrochenen Weisheitszähnen) und eine ganze Anzahl weiterer vermeidbarer Erkrankungen. Aus diesem Grunde wird empfohlen, Weisheitszähne, die keinen Platz haben, möglichst schon in jungen Jahren (so etwa zwischen 17 und 22) zu extrahieren, solange die Wundheilung noch schnell und gut funktioniert und bevor Probleme auftreten.
White Spot
Karies im Frühstadium.
Wurzelbehandlung (Endodontische Behandlung)
Kein noch so guter Zahnersatz ist einem eigenen, gesunden Zahn gleichwertig. Deswegen wird heute versucht, auch im Kronenbereich stark zerstörte Zähne zu erhalten. Häufig ist der Nerv eines solchen Zahnes durch Bakterienbesiedlung entzündet oder abgestorben. Hier ist eine endodontische Behandlung (sog. Wurzelbehandlung) notwendig. Diese erfolgt unter Schmerzausschaltung durch lokale Betäubung und ermöglicht es, mit Hilfe modernen Instrumentariums einen ansonsten unrettbar verlorenen Zahn dauerhaft zu erhalten. Das erkrankte Gewebe in Pulpa (Nervhöhle) und den Wurzelkanälen wird entfernt, der Hohlraum wird bakterienfrei gemacht und mit hervorragend verträglichen Füllungsmaterialien verschlossen. Da die Wurzelanatomie insbesondere der großen Backenzähne (Molaren) oft sehr kompliziert ist, nehmen wir uns für die Behandlung viel Zeit. Außerdem sind in der Regel mindestens zwei Termine notwendig. Nicht jede Wurzelbehandlung ist und nicht alle Teile einer solchen sind eine Kassenleistung.
Wurzelkaries
Karies an der Zahnwurzel
Wurzelspitzenresektion (WSR)
Weist ein Zahn durch eine Entzündung der Pulpa eine so starke entzündliche Veränderung oder gar eine Zyste an seiner Wurzelspitze auf, so dass dies nicht mehr allein durch eine endodontische Behandlung (Wurzelbehandlung) therapiert werden kann, dann bietet sich unter Umständen als letzte Rettungsmöglichkeit für den Zahn eine Wurzelspitzenresektion an. Bei diesem unter lokaler Betäubung durchgeführten chirurgischen Eingriff werden die Wurzelspitze und der in diesem Bereich befindliche Entzündungsherd entfernt. Die Wunde wird nur vernäht und ist meist nach ein bis zwei Wochen verheilt. Das im Kieferknochen entstandene Loch wächst in der Regel nach einem längeren Zeitraum wieder knöchern zu.
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