Zahnlexikon - S

Säureätztechnik
Auch adhäsivtechnik genannt. Wird zur Befestigung von Kunststoffen im Zahn verwendet. Der Zahnschmelz wird mittels einer sehr starken Orthophosphorsäure angeätzt wodurch eine rauhe Oberfläche entsteht, die als mechanische Verankerung für Kunststoffe dient.
Sportschutz (Boxerschutz, Mundschutz)
Nicht nur beim Boxen sondern auch bei vielen anderen Sportarten und Freizeitbetätigungen sind insbesondere die oberen Schneidezähne aber auch alle anderen einer besonderen Verletzungsgefahr durch (unbeabsichtigte) Stürze, Stöße und Schläge ausgesetzt. Besonders gefährlich sind folgende Sportarten: Eishockey, Squash, Rollerblading, Karate, Feldhockey, Polo, Kickboxen, Rugby, Baseball, Skirennsport, Boxen, American Football und Skateboarden. Aber auch beim Judo, Reiten, Wasserball, Mountainbiking, Fußball, Handball, Ringen und Motocross besteht noch eine erhöhte Gefährdung. Dass das Tragen eines geeigneten Mundschutzes die meisten Zahnverletzungen bei Kindern und Erwachsenen verhindern oder wenigstens abmildern kann, zeigen eindrucksvoll folgende Zahlen aus den USA: Für American Football besteht Mundschutz-Pflicht und nur 0,07% aller Verletzungen kommen hier im Mundbereich vor. Für Basketball hingegen besteht keine Mundschutz-Pflicht und hier betreffen 34% aller Verletzungen die Zähne und den Mundbereich! Die lebenslangen Versorgungskosten eines herausgeschlagenen oder stark defekten Zahnes liegen immer höher als die Anschaffung eines geeigneten Sportschutzes, ganz abgesehen von den mit der Verletzung und den nachfolgenden Wiederherstellungsmaßnahmen verbundenen Schmerzen und Unannehmlichkeiten. Nicht jeder Sportschutz ist aber gleich gut! Abzulehnen sind solche Konstruktionen, bei denen man ein vorgefertigtes Stück Kunststoff selbst erwärmen kann und dann durch Draufbeißen eine entsprechende individuelle Passung herzustellen versucht (sog. „boil and bite“ – Mundschutz). Ein derartiger Mundschutz passt nicht nur schlecht und weist Beweglichkeiten auf, er erreicht auch nicht die heute mit modernen Materialen erreichbare maximale Schutzfunktion. Perfekt wirksamer Sportschutz wird stets nach Abdrucknahme durch den Zahnarzt im Dentallabor hergestellt. Er besteht aus einer weicheren äußeren Schicht (der Bequemlichkeit wegen) und einer harten, inneren Schutzschicht verschiedener Kunststoffe. Er ist in zahllosen Farbkombinationen und Vereinsfarben erhältlich und trägt stets den Namen des Sportlers. Dieser Mundschutz passt exakt auf die Zahnreihe, bewegt sich nicht, erlaubt freies Atmen und nach kurzer Gewöhnung auch normales Sprechen. (Quelle: www.erkodent.com – Playsafe, der ultimative Mundschutz)
Saccharin
Kalorienfreier, nicht kariesauslösender Süßstoff. 500mal süßer als Saccharose (Haushaltszucker).
Saccharose
Haushaltsüblicher (Kristall)zucker. In Verbindung mit Zahnbelag bildet sich Milchsäure, die Karies auslösen kann.
Salvia
Speichel.
Satellitenimplantat
Diese können schneller zum Kauen benutzt werden als andere. Für die Einheilungszeit der Implantate ist dann kein herausnehmbarer Zahnersatz mehr nötig.
Sinuslift
Methode zum Knochenaufbau z.B. als vorbereitende Maßnahme für eine Implantatversorgung. Dabei wird durch Anheben der Kieferknochenschleimhaut in die Kieferhöhle hinein mit Einpflanzung von Knochen oder Ersatzknochenmaterial der Knochen verdickt, so dass das Implantat einen besseren Halt findet.
Schmelz (Zahnschmelz)
Der Zahnschmelz ist eine extrem harte, rein mineralische Substanz, die das Dentin im in die Mundhöhle hineinragenden Teil des Zahnes umgibt. Der Schmelz kann durch Gabe von Fluoriden gehärtet und damit gegen Karies geschützt werden
Schneidezähne
Schaufel- oder meißelförmige Vorderzähne, die zum Abbeißen dienen. Die 8 Milchschneidezähne werden etwa im Alter von 6 Jahren durch 8 bleibende Schneidezähne ersetzt.
Schwangerschaft
Das Risiko, an einer Zahnfleischentzündung zu erkranken, ist in der Schwangerschaft deutlich erhöht: nahezu alle schwangeren Frauen entwickeln eine Form der Schwangerschafts-Gingivitis. Der Grund dafür ist die Veränderung verschiedener Hormonspiegel im Körper während der Schwangerschaft. Durch die erhöhte Progesteron-konzentration werden die Gefäße des Zahnfleisches und der Mundschleimhaut erweitert und das Gewebe durchlässiger für die von den Plaque-Bakterien produzierten Giftstoffe. Diese erhöhte Durchlässigkeit des Zahnfleisches ist verantwortlich dafür, dass während der Schwangerschaft bereits geringe Plaquemengen im Bereich des Zahnfleischsaumes zu Entzündungen führen können. Um die Zahnfleischentzündung und ein Fortschreiten des Prozesses zu vermeiden, ist es wichtig auf die Alarmsignale zu achten: Gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch, Zahnfleischbluten und Mundgeruch (siehe auch Gingivitis).
Sekundärkaries
Karies, die zwischen Füllung und Zahn entsteht, wenn der Spalt zu groß ist.
Sensibilitätsprüfung
Prüfung der Vitalität der Zähne mit Kältesprays.
Sharpey-Fasern
Bindegewebe zwischen Zahn und Zahnfach.
Sorbit
Zuckerersatzstoff; etwa halb so süß wie Haushaltszucker. Als „Sionon“ süß schmeckender Zuckerersatz für Diabetiker; löst praktisch keine Karies aus. Kann in größeren Mengen zu Durchfällen führen.
Speicheltest
Speicheltests dienen der Früherkennung von Erkrankungen der Mundhöhle, z.B. Parodontose und Parodontitis.
Stege
Stege sind brückenähnliche, stangenartige Verbindungen zwischen zwei oder mehreren fest einzementierten Kronen, Teleskopkronen oder Implantaten, die einerseits einen zusätzlichen Halt dieser Kronen durch Verblockung bewirken und andererseits als Halteanker für einen herausnehmbaren Zahnersatz dienen.
Stillmann-Technik
Zahnputztechnik.
Stomatologie
Lehre von den Krankheiten der Mundhöhle.
Streptococcus mutans
Bakterienart, die maßgeblich an der Kariesentstehung beteiligt ist. Hauptbestandteil der Plaque.
subgingival
Unter dem Zahnfleischsaum.
sublingual
Unter der Zunge.
Süßstoffe
Kalorienfreie, nicht kariesauslösende Zuckerersatzstoffe wie Saccharin, Zyklamat und Aspartam. Sie sind bis zu 300mal süßer als Haushaltszucker.
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