Zahnlexikon - K

Kalziumfluorid
Verbindung, die sich bei Anwendung fluoridhaltiger Zahnpflegemittel auf der Zahnoberfläche bildet. Wenn der Zahn durch Säure angegriffen wird, wirkt diese Verbindung als Schutzschicht, indem sie sofort Mineralien zur Reparatur zur Verfügung stellt. Aminfluoridhaltige Präparate bilden besonders gut haftende Kalziumfluorid-Deckschichten.
Karies
Karies ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten in den westlichen Industrieländern. Durch Kontakt mit Nahrung, Getränken und Bakterien in der Mundhöhle kommt es zu Störungen an den Zähnen, die sich dadurch zeigen, dass dem Zahnschmelz Mineralien entzogen werden. Dies geschieht vor allem an den Kontaktflächen der Zähne, dem Zahnfleischansatz sowie den Zahnzwischenräumen, da dort leicht Speisereste haften bleiben. Durch die Entmineralisierung verliert der Zahnschmelz seine Schutzfunktion. Dies zeigt sich als erstes durch eine Hitze- und Kälteempfindlichkeit der Zähne und stellt den Beginn des Karies dar. Später wird dann auch das Dentin aufgeweicht und zerstört. Da nun die Nerven im Zahninneren freiliegen, kommt es ohne Behandlung zu starken Zahnschmerzen.
Kauflächen
Kauflächen sind die Zahnoberflächen mit denen wir die Nahrung in unserem Mund zerkleinern.
Kaugummi
Es sollte zuckerfrei sein. Das Kauen von Kaugummi fördert den Speichelfluss und hilft so, vor Karies zu schützen. Kaugummikauen ersetzt allerdings keinesfalls das Zähneputzen, da vorhandene Zahnbeläge dadurch nicht entfernt werden.
Kavität
Ist ein Zahn von Karies befallen, muss diese Karies durch Bohren entfernt werden. Hierbei entsteht ein Hohlraum im Zahn. Dieser nennt sich Kavität. Durch Beurteilung dieses Hohlraums ist es möglich das Loch in Kavitätsklassen einzuteilen.
Keramik, Vollkeramik, Zirkonoxidkeramik
Metallfreie Keramikkronen oder -brücken, heute meist mit einem extrem stabilen Zirkonoxidgerüst. Die Keramik lässt sich so gestalten, dass sie von einem natürlichen Zahn nicht mehr zu unterscheiden ist und ein Maximum an Ästhetik bietet. Dies wird nicht nur durch eine entsprechende Farbgebung und Schichtung der Keramik erreicht sondern insbesondere auch durch die Lichtdurchlässigkeit des Materials – wie bei einem natürlichen Zahn ein Traum aus Licht! Auch Inlays können aus Keramik gefertigt werden.
Kieferorthopädie
Die Kieferorthopädie (kurz „KFO“) ist ein Teilgebiet der Zahnmedizin und beschäftigt sich mit Fehlstellungen der Kiefer und Zähne. Typische Behandlungsmethode der Kieferorthopädie ist die klassische Zahnspange.
KIG (kieferorthopädischen Indikationsgruppe)
Anhand der kieferorthopädischen Indikationsgruppen stellt der Kieferorthopäde fest, ob eine Fehlstellung der Zähne (Zahn- und/oder Kieferfehlstellung) vorliegt, für deren Behandlung der Versicherte einen Leistungsanspruch gegen seine Krankenkasse hat. Hierzu stuft er den Befund in einen der fünf Behandlungsbedarfsgrade ein. Die Krankenkassen übernehmen Leistungszahlungen für Behandlungen der Schweregrade 3 bis 5. Die Behandlungskosten bei Grad 1 und 2 werden nicht von den Krankenkassen übernommen, da diese Behandlungen nicht zum Leistungskatalog der GKV gehören und nur als Privatleistung erfolgen können. Grad 1 umfasst die leichten Zahnfehlstellungen, deren Behandlung aus ästhetischen Gründen wünschenswert sein kann, jedoch nicht zu Lasten der Krankenkassen. Grad 2 umfasst Zahnfehlstellungen geringer Ausprägung, die zwar aus medizinischen Gründen eine Korrektur erforderlich machen, deren Kosten jedoch nicht von den Krankenkassen übernommen werden. Grad 3 umfasst ausgeprägte Zahnfehlstellungen, die aus medizinischen Gründen eine Behandlung erforderlich machen. Grad 4 umfasst stark ausgeprägte Zahnfehlstellungen, die aus medizinischen Gründen dringend eine Behandlung erforderlich machen. Grad 5 umfasst extrem stark ausgeprägte Zahnfehlstellungen, die aus medizinischen Gründen unbedingt eine Behandlung erforderlich machen. Der Behandlungsbedarf kann sich prinzipiell aus elf Ursachengruppen ergeben. Abhängig vom jeweiligen Schweregrad erfolgt dann die Einstufung in die Grade 1 bis 5: Entwicklungsstörungen im Kopfbereich Zahnunterzahl (Hypodontie) Zahndurchbruchsstörung distale Bisslage (meist durch Rücklage des Unterkiefers) mesiale Bisslage (meist durch vorstehenden Unterkiefer, Progenie) offener Biss tiefer Biss Bukkalokklusion oder Lingualokklusion (Kreuzbiss im Seitenzahnbereich) Abweichung der Kieferbreiten (z. B. Kopfbiss) Kontaktpunktabweichungen (z. B. Engstand) Platzmangelsituation
Kinderzahnpflege
Milchzähne brauchen besonderen Kariesschutz, weil sie einen weicheren, noch nicht vollständig ausgereiften Schmelz besitzen. Die Anwendung fluoridhaltiger Kinderzahnpasten schützt vor Karies. Bereits die ersten Zähnchen sollten täglich, besonders abends, gründlich gereinigt werden: Bis zum 2. Geburtstag sollten die Zähne 1x täglich mit fluoridhaltiger Kinderzahnpasta gereinigt werden, danach 2x täglich. Zum Zähneputzen wird eine erbsengroße Menge fluoridhaltiger Kinderzahnpasta empfohlen. Neben der gründlichen Zahnpflege sollte auf eine zahngesunde Ernährung geachtet werden. Durch zu viel Süßigkeiten, klebrige Speisen oder ständiges Nuckeln an süßen Tees und Fruchtsäften sind die Zähne einem dauernden Angriff ausgesetzt. Besser ist es, den Zuckerkonsum auf wenige Male zu konzentrieren und anschließend die Zähne zu reinigen.
Knirschen (Bruxismus)
Knirschen, Bruxismus Knirschen mit den Zähnen wird auch als Bruxismus bezeichnet. Stress, innere Anspannungen und muskuläre Verspannungen (aber auch Zahnfehlstellungen) sind die Ursache dafür, dass viele Patienten nachts mit den Zähnen (hörbar oder nicht hörbar) knirschen oder pressen. Im Laufe der Jahre werden so die Zähne regelrecht abgeknirscht und immer kürzer. Freiliegendes vom Schmelz befreites Dentin ist als weitere Folge besonders kariesanfällig oder empfindlich. Glatt geknirschte Zähne können ihrer Kaufunktion nicht mehr richtig nachkommen.
Knirscherschiene
Individuell angefertigte Zahnschiene, die über Nacht getragen wird und so die negativen Auswirkungen des Zähneknirschens gezielt verhindern soll.
Kofferdam
Die sog. Kofferdam-Folie besteht aus Plastik oder Latex. Sie wird bei Zahnbehandlungen wie Wurzelkanalbehandlungen, Kunststofffüllungen, Amalgam-Entfernung oder Keramik-Einlagefüllungen verwendet. Die Kofferdam-Folie bieten den Vorteil, dass der zu behandelnde Zahn vom restlichen Mund abgeschirmt wird. Es kann dadurch kein Speichel an den zu behandelnden Zahn kommen und es wird verhindert, dass der Patient kleine Füllungsreste, Krankheitserreger oder Flüssigkeiten verschluckt bzw. einatmet.
Komposit (auch Composite)
Zahnfarbenes Material zum Füllen von Löchern. Composite ist ein Kunststoff der aus Acrylat und Silizium-Anteilen besteht.
Konkremente
Konkremente sind harte, kalkhaltige Ablagerungen, die sich in einer Zahnfleischtasche auf der Zahnwurzel festgesetzt haben. Es besteht aus dem hart gewordenen Sekret der Zahnfleischtaschen. Die Folgen daraus sind Entzündungen und Zahnfleischbluten. Die Beläge können vom Zahnarzt entweder per Hand oder Ultraschall entfernt werden.
Konservierende Zahnheilkunde
Lehre von der Erhaltung der Zähne.
Kreidefleck
Erstes Kariesstadium, bei dem nur Schäden unterhalb der Zahnschmelzoberfläche vorhanden sind. Äußere Anzeichen sind weißliche Flecken (Kreideflecke) auf dem Schmelz. Eine sichere Diagnose kann nur vom Zahnarzt und mit Röntgenaufnahmen erbracht werden. Initialkaries ist oft heilbar durch verbesserte Mundhygiene und regelmäßige Fluoridanwendung.
Kreuzbiss
Hierbei handelt es sich um eine Zahnfehlstellung. Bei dieser werden die oberen Zähne ganz oder teilweise durch die unteren verdeckt. Die Fehlstellung sollte so früh wie möglich behandelt werden, da sie zu Schmerzen in den angrenzenden Gelenken und zu einem höheren Verschleiß der Zähne führen kann. Die Behandlung erfolgt meist durch eine feste oder herausnehmbare Zahnspange.
Krone
Wenn der Zahn z.B. durch Karies oder einen Unfall sehr stark beschädigt und die Zahnkrone weitestgehend zerstört wurde, ist es oftmals nicht mehr möglich, diesen mit einer Füllung zu reparieren. Hier findet dann eine künstliche Krone Anwendung. Dazu wird der Zahn präpariert, indem er in eine zylindrische Form geschliffen wird und mit Hilfe einer Abformmasse ein Abdruck genommen wird. Durch diesen kann im Dentallabor eine Krone angefertigt werden, welche dann vom Zahnarzt auf den Zahnstumpf gesetzt wird. Ebenfalls können Kronen auf Wurzelstiftaufbauten und Zahnimplantaten gesetzt werden. Kronen bestehen entweder aus Metallbasiertem Material (Goldlegierungen, Titan, Palladium), aus Galvano-Gold (reines Gold), oder aus Vollkeramik.
Kürettage
Diese Behandlungsmethode findet vor allem in der Parodontitisbehandlung Anwendung. Je nach Tiefe der Zahnfleischtaschen unterscheidet man hierbei zwischen einer offenen und geschlossenen Kürettage. Bei der offenen Kürretage wird nach Gabe eines lokalen Anästhetikums das Zahnfleisch durch einen Schnitt mit dem Skalpell vom Zahn gelöst. Somit kann der Zahnarzt Wurzeloberflächen freilegen und sie reinigen.Bei der geschlossenen Kürettage wird ebenfalls ein lokales Anästhetikum verabreicht. Danach werden spezielle Geräte (Küretten) oder maschinelle Geräte (z.B. Ultraschall) in die Zahnfleischtasche eingeführt. Mit diesen Geräten werden dann die Zahnhälse gereinigt und geglättet.
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