Zahnlexikon - A

Abformung
Anfertigung eines Abdruckes der Zähne mit Hilfe von plastischen Abformmassen (z.B. Silikon, Alginat, Gips usw.). Mit Hilfe dieses Abdruckes von Zähnen oder Kiefer fertigt der Zahntechniker den entsprechenden Zahnersatz.
Abrasion (der Kauflächen)
Abnutzung der Zahnhartsubstanz (Schmelz, Dentin). Beschleunigt wird dieser Abtragungsprozess durch häufiges, meist unbewusstes Zähneknirschen im Schlaf oder in Stresssituationen
Abrasivität (von Zahnpasta)
Wie abrasiv (=abtragend) Zahnpasta auf die Zahnhartsubstanzen (Schmelz, Dentin) wirkt, hängt von der Härte, Menge und Größe der beigefügten Abrasivstoffe (Putzkörper) ab. Besonders bei freiliegenden Zahnhälsen sollte das im Vergleich zum Schmelz weiche Dentin schonend gereinigt werden. Deshalb ist eine Zahnpasta mit einer sehr geringen Abrasivität (RDA 30) empfehlenswert. Zahnpasten mit mittlerer Abrasivität weisen einen RDA-Wert von 60 bis 80 auf.
Alkoholgehalt (von Mundspüllösungen)
Einige Mundspülungen enthalten Alkohol als Lösungsmittel für andere Inhaltstoffe. Dies kann problematisch sein für Kinder, aber auch für Personen mit empfindlicher Mundschleimhaut und allgemein für Personen, die Alkohol meiden sollten.
Adhäsivtechnik
Auch Ätztechnik genannt, wird zur Befestigung von Kunststoffen im Zahn verwendet (siehe auch dentinadhäsive Rekonstruktion). Der Zahnschmelz wird mittels einer sehr starken Orthophosphorsäure angeätzt wodurch eine rauhe Oberfläche entsteht, die als mechanische Verankerung für Kunststoffe dient.
Air-Polishing
Gerät, das Natriumcarbonat mit Wasser und Luft vermengt und mit einem Strahl z.B. Nikotin-, Tee-, Kaffee-, und Nahrungsreste auf Zähnen entfernt.
Allergie
Körperliche Abwehrreaktion gegen bestimmte Stoffe, die eigentlich für den Menschen harmlos sind (z.B. Hausstaub, Pollen, Tierhaare, aber auch Aromabestandteile, wie Menthol oder Konservierungsstoffe).
Alveole
Alveole bezeichnet man das knöcherne Zahnfach im Kieferknochen, das die Zahnwurzel aufnimmt.
Amalgam
Amalgam ist eine günstige Legierung, die aus Quecksilber und anderen Metallen besteht (z.B. Zinn, Kupfer, u.a.). Verwendung findet Amalgam in der Zahnheilkunde als Füllungsmaterial für Zahnschäden durch Karies. Amalgam ist aufgrund seines Quecksilbergehaltes seit vielen Jahren umstritten. Skeptiker machen das Amalgam für allerlei Krankheiten und Beschwerden verantwortlich. Groß angelegte Studien konnten eine gesundheitsgefährdende Wirkung von Amalgamfüllungen allerdings nicht hinreichend belegen, weshalb Amalgam auch heute noch verwendet wird. Anerkannt ist bis dato nur die (sehr seltene) Amalgamallergie.
Amalgamausleitung
Eine Ausschwemmung der in verschiedenen Körpergeweben gespeicherten Quecksilber- und Metallionen, die dort an Eiweiße gebunden sind, wird insbesondere dann sinnvoll und ratsam, wenn im Zuge einer Amalgamsanierung alle alten Amalgamfüllungen entfernt werden. Die Durchführung einer Ausschwemmung ist unkompliziert und erfordert zumeist lediglich die einmalige tägliche Einnahme eines Medikaments über einen begrenzten Zeitraum. Nur in einigen Fällen erscheint eine Unterstützung mit speziellen Injektionen hilfreich. Das Medikament stabilisiert die Metalle in den Geweben, bindet diese und fördert deren Ausscheidung über die Niere.
Aminfluorid
Aminfluorid mineralisiert und schützt die Zähne besonders wirksam und sorgt so für optimalen Kariesschutz. Wissenschaftliche Studien beweisen die Wirksamkeit der Aminfluoride. Durch ihre spezielle chemische Struktur lagern sie sich besonders schnell und gut an den Zähnen an und fördern die Ausbildung einer fluoridhaltigen Schicht. Diese schützt den Zahn bei Säureangriffen. Gleichzeitig kann der Speichel – und mit ihm das Aminfluorid – auch enge Zahnzwischenräume und Grübchen der Backenzähne besser erreichen. Gerade an solchen schlecht zugänglichen Orten beginnt besonders häufig Karies.
Aminfluorid/ Zinnfluorid
International patentierte Wirkstoffkombination. Wissenschaftliche Studien bestätigen, dass dieser Wirkstoff das Plaquewachstum hemmt, die Regeneration von irritiertem Zahnfleisch fördert und so Zahnfleischproblemen wirksam vorbeugt.
Analgosedierung
Das Bewusstsein behalten und trotzdem den Schmerz nicht spüren kann der Patient bei der Analgosedierung, der Ausschaltung des Schmerzempfindens mittels Injektion in den Arm, wobei der Patient, obwohl in einen schlafähnlichen Zustand versetzt, selbstständig kontinuierlich atmet und weiterhin auf physische Stimuli und verbale Kommandos des Behandlers reagieren kann. Da die Analgosedierung den Schmerz nicht verhindert, sondern lediglich das Empfinden beeinflusst, bleibt eine örtliche Betäubung, die Lokalanästhesie, meist unvermeidlich. Nach einer solchen Behandlung, ist wie unter Hypnose, hinterher keine Erinnerung mehr daran vorhanden.
Anästhesie, Betäubung
Als Betäubung oder Anästhesie bezeichnet man die lokale Schmerzausschaltung mit Hilfe eines einzuspritzenden lokalen Betäubungsmittels (Lokalanästhetikums). Die heute verwendeten Wirkstoffe sind sehr gut verträglich und hochwirksam. Zu sog. Anästhesieversagern kommt es meist nur bei Alkohol- und Drogenmissbrauch sowie bei hochentzündlichen Prozessen, die meist schon länger verschleppt wurden. Hier ist durch das saure Gewebsmilieu die Wirkung oft eingeschränkt. Schon allein deswegen sollte man sich bei auftretenden Schmerzen möglichst bald an einen Zahnarzt wenden und nicht tage- oder wochenlang selbst mit Schmerzmitteln experimentieren! Solange die Wirkung der Betäubung anhält (meist ein bis drei Stunden, manchmal aber auch länger) sollten Sie nicht am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen, da die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt sein kann
Angeratene Behandlung - Definition
Der Beginn einer Heilbehandlung ist in der Regel die erste (zahn-) ärztliche Untersuchung, bzw. die erste (zahn-) ärztliche Maßnahme. Das gilt auch dann, wenn zunächst nur eine Dignose oder ein Behandlungsvorschlag z.B. in Form eines Heil- und Kostenplans (HKP) erstellt wurde oder erstellt werden soll, die medizinisch notwendigen Tätigkeiten aber zu einem späteren Zeitpunkt ausgeführt werden sollen. Es besteht also nach medizinischem Befund eine Behandlungsbedürftigkeit. Eine Zahnbehandlung ist angeraten, wenn nach medizinischem Befund eine Versorgung mit Zahnersatz konkret bevorsteht oder besprochen wurde, für einen bestimmten Zeitpunkt geplant ist oder in einem HKP zusammengestellt wurde. Demnach ist eine Zahnbehandlung nicht angeraten, wenn der Zahnarzt festestellt, dass vorhandene oder fehlende Zähne, bzw. vorhandener Zahnersatz nicht zum gegenwärtigen oder zu einem späteren Zeitpunkt behandelt bzw. ersetzt werden müssen. Weiterhin ist eine Zahnbehandlung nicht angeraten, wenn der Zahnarzt für z.B. einen mit einer Füllung versorgten aber nicht behandlungsbedürftigen Zahn mögliche Behandlungmethoden (z.B: Brücke, Implantat) vorschlägt oder in Aussicht stellt. Im Bereich Kieferorthopädie: Ihr Zahnarzt meinte, daß für Ihr Kind "evtl." eine Zahnspange notwenig werden wird. Ist dies schon eine beabsichtigte/angeratene Behandlung? Das Kommt darauf an: Hat Ihr Zahnarzt nur vage etwas angesprochen, was vielleicht irgendwann mal sein könnte aber noch gar nicht absehbar ist? Oder in dieser Beratung bereits eine Zahnfehlstellung diagnostiziert und aufgrund derer ist zu erwarten, dass eine Kieferorthopädische Behandlung unabdingbar sein wird. Der Versicherer wird bei einer „zeitnahen“ Leistungsinanspruchnahme prüfen, wann exakt der Versicherungsfall eingetreten ist. Hierzu wird er beim Zahnarzt und beim Kieferorthopäden Rückfragen stellen. Sie sollten also diese Fragen zuvor mit Ihrem Zahnarzt klären, schließlich können die Kosten einer Kieferorthopädischen Behandlung schnell einige tausend Euro betragen.
Ankerzahn
Als Ankerzahn bezeichnet man einen gesunden eigenen Zahn, der zur Befestigung von festsitzendem oder herausnehmbarem Zahnersatz dient. So können an Ankerzähnen z.B. Brückenkonstruktionen oder Prothesen verankert werden.
Aphthen
Schmerzhafte, entzündliche Veränderungen der Mundschleimhaut. Heilung innerhalb von ein bis zwei Wochen.
Approximalraumreinigung
Gezielte Entfernung der bakteriellen Zahnbeläge zwischen den Zähnen; je nach Weite des Zwischenraums mit Zahnseide, Zahnzwischenraumbürsten oder Floss.
Artikulation
Das Auf- und Zuklappen des Unterkiefers.
Aufbaufüllung
Eine Aufbaufüllung ist notwendig, wenn ein weitgehend zerstörter Zahn überkront werden soll. Um dem Zahn die erforderliche Form und Masse zu geben, baut man ihn mittels einer Aufbaufüllung, z.B. aus Glasionomerzement oder Composite auf.
Augmentation (Knochenaufbau)
Wiederherstellung verlorengegangener Knochensubstanz. Findet vorwiegend in der Parodontologie und in der Implantologie Anwendung, um fehlende Substanz durch fortgeschrittenen Knochenabbau wiederherzustellen.
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